Haters gonna hate: HARDLINE macht SPASS!

Die Battlefield Hardline-Beta endet heute Abend um 21 Uhr. Zeit für ein paar lobende Worte. Doch zunächst ein wenig überzogene Kritik:

Gut, ich gebe es zu: So ganz Unrecht hat der gute Mann nicht. Battlefield Hardline setzt nicht nur auf die aus Battlefield bekannte Frostbite-Engine, sondern auch auf viele weitere bewährte Mechaniken aus EAs Hit-Franchise. In einer gerechteren Welt wäre Hardline bestimmt als – kostenlose? – Mod erschienen, und das womöglich auch noch früher und besser und überhaupt…

Aber schmälert das den Spielspaß? Nicht wirklich! Klar, EAs grundsätzliche Strategie, keine Mods zuzulassen, ist höchst zweifelhaft und kann einem schon ein wenig die gute Laune verderben. (Als Konsolenspieler hält sich mein Unmut hier allerdings in Grenzen, wir haben uns mit unserem Mod-losen Dasein bereits abgefunden…)

Und angesichts des Fiaskos, das da heißt Battlefield 4 – in Gamerkreisen gerne auch treffend als „Betafield 0.4“ bezeichnet – kann einem schon fast die Galle hochkommen: Verbuggt bis zum Gehtnichtmehr, erstickt das, was eigentlich der hellste Stern am Shooter-Himmel sein sollte, jeglichen Spielspaß im Keim. Dazu kommt noch die dreiste Abzocke mit Premium-Mitgliedschaft, mietbaren Servern und künftig auch noch Mikrotransaktionen für Battlepacks. Battlepacks! Auch so ein Schwachsinn… *rolleyes*

Aber was soll ich sagen: Hardline macht mir trotzdem unheimlich viel Spaß! Dank der engen Verwandtschaft zum Battlefield-Franchise fühlt sich Viscerals kommender Hit angenehm vertraut an, spielt sich dabei aber trotzdem eigenständig genug, um mich auch nach mehr als einer Woche Beta-Gameplay (mit nur zwei Spielmodi und einer Map) noch zu fesseln. Besagte Modi („Heist“ und „Blood Money) erfinden das Rad zwar nicht neu, wirken aber frisch und bringen etwas Abwechslung in den Shooter-Alltag. Gimmicks wie die Zipline, der Kletterhaken oder die Adrenalinspritze, mit man sich als niedergestreckter Sanitäter selbst wiederbeleben kann, beleben das Gameplay und ermöglichen komplexe Strategien, mit denen man nicht nur die Gegner, sondern auch das eigene Team noch überraschen kann. Und das klassische Räuber-und-Gendarm-Szenario bietet den idealen Background für spannende Gefechte auf den urbanen Maps.

Klar kann man hier und da noch etwas feilen: Zum Beispiel würde ich mir wünschen, dass man nicht nur ausgewählte Fahrzeuge steuern kann, sondern grundsätzlich alle Vehikel, die auf den Karten so herumstehen. Das würde einerseits für noch hitzigere Gefechte sorgen, und andererseits könnte man sich als Infanterist die langen Fußwege sparen, wenn man mal wieder zu langsam war und der gesamte Fuhrpark bereits auf den Straßen ist. Außerdem sind einige der Matches wirklich extrem schnell vorbei: Je nach Strategie und Team kann eine Runde „Heist“ auch schon nach weniger als zwei Minuten zu Ende sein. Auch hier wäre es schön, wenn die Entwickler nachbessern würden. Für zwei Minuten Spielspaß lohnt sich die Ladezeit kaum…

Fazit: Jaaaa, es ist nur eine bessere Mod, und jaaaa, EA sind ein Haufen geldgeiler Säcke, die eines der besten Franchises in der Geschichte des Gamings kaputtgewirtschaftet haben. Alles richtig. Hab auch SO nen Hals, wenn ich daran denke!

Trotzdem liefert Visceral mit Battlefield Hardline ein Spiel ab, das für mich zu den ganz großen Überraschungshits des Jahres gehört. Die mutige Mischung aus Payday, Battlefield und ein wenig GTA funktioniert, macht im Team mit Freunden geradezu irrsinnig viel Laune und könnte den Platzhirsch BF4 über kurz oder lang vollständig ablösen, zumindest auf meiner Konsole. Dazu kommt noch, dass die geschlossene Beta bisher stabiler und besser läuft als BF4 mehr als ein halbes Jahr nach Release. Hut ab, Visceral, ich freue mich auf den Herbst!

P.S.: Ach ja, eine Einzelspielerkampagne gibt es auch noch. Da ich hier aber bisher nur das gesehen habe, was der Trailer verrät, lasse ich mich davon einfach mal überraschen. Aber ich bin guter Dinge: Eigentlich kann sie nur besser werden als der COD-Abklatsch, den DICE in BF3 und BF4 abgeliefert hat. o_O

3 Gedanken zu „Haters gonna hate: HARDLINE macht SPASS!“

  1. Wirklich schön geschrieben. Und ja. Im Team. Und vorallem im richtigen Team, macht es verdammt viel Spaß.
    Wenn die Gegner dann auch noch dementsprechend Taktisch spielen, sind die beiden spielbaren Modi sehr packend und auch fordernd.
    Und dennoch. Für mich hat es denn namen Battlefield nicht so recht verdient.
    Das alles geliebte Bf feeling will mich nicht so recht erreichen. Als eigenständiges Spiel würde es jedoch nicht so viel Umsatz einbringen ! Alles im allem freue ich mich trotzdem darauf und lasse mich von den anderen modi und karten überraschen!

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